Bullshit Business
Warum die BWL Antworten auf die falschen Fragen gibt.
Warum die BWL Antworten auf die falschen Fragen gibt.
10. Aug
Grad gibts zuviel zu tun um das Buch zunschreiben, aber dafür ist uns ein kleiner Hack einfallen, mit dem man asozialen Unternehmen die Webwerbung unmöglich machen kann: Den Click all Ads Day. Ich habe ihn erst mal auf den ersten Oktober ausgewählt, da Unternehmen meist Quartalsweise , kann man schön das Werbebudget für das wichtigste Quartal schreddern. Es geht aber nicht nur um den einen Twg, sondern um tausende Euro, die man unliebsamen Unternehmen entziehen kann. Außerdem wird die Werbung nicht mehr angezeigt, sobald das Budget erst mal aufgebraucht ist. Alles mit nur einem Klick, auch während der Arbeit. Unternehmen schädigen ohne Steine werfen, das Interrnet ist schon toll.
So funktionierts:
klickt auf jede Werbung und jedes Banner, das ihr findet und schließt die Seite sofort wieder.
Ziel ist es mit der Aktion darauf aufmerksam zu machen, das jeder Klick auf ein Banner 0,05-20€ kostet. Wenn ihr also eine Firma nicht leiden könnt oder euch Werbung stört, dann klickt auf die Banner und vernichtet so sinnlos die Budgets der Verursacher.
Nein dies ist keine Kampagne von Facebook oder Google, langfristig werden die Firmen, die zuviele Feinde haben, die Onlinewerbung einstellen, weil die Kosten pro Kunden explodieren werden.
Viel Spaß
04. Jul
Sprache schafft Bewusstsein. Das gilt ja auch und gerade fürs gute alte Business.
In Teil 1 und 2 der “Kauderwelsch Bullshit-Sprech”-Serie haben wir die Grundlagen der sinnfreien Managementsprache kennengelernt.
… und hier gehts jetzt weiter mit dem Bullshit-Sprech. Da hat’s doch jemand auf Youtube schon ganz gut kapiert, wie man als guter Bullshit Boss reden sollte (außerdem sind die Figuren ganz süß). Das ist also eine Videolektion
03. Jul
Beim Brainstormen zum Kapitel “Ausbildung zum Prekariat” ist mir ein wichtiger Grund für mangelnde Selbstständigkeit in Deutschland aufgefallen.
Nicht nur, dass man weder in der Schule, der Ausbildung noch im Studium, lernt wie man ein Unternehmen gründet und stattdessen unendlich viele Bewerbungen und Lebensläufe schreibt. Alle Menschen, die von offizieller Seite im Bildungssektor beschäftigt sind, sind Angestellte oder sogar Beamte. Die längste Phase, die ich dort mit selbstständigen Menschen verbracht habe waren max. 2 Tage. Man wird von Menschen auf ein Leben vorbereitet die nur eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt kennen. Die ihre Stellung durch gute Zeugnisse, gehorsam und Bewerbungen schreiben, erreicht haben. Ich will jetzt nicht sagen, dass Angestellte weniger können, aber sie sehen die Welt aus einer anderen Perspektive.
Menschen die Ihren Erfolg durch vorausschauende Beobachtungen des Marktes, Erfolg auf diesem hatten und deshalb andere Beschäftigen, haben mit der Ausbildung fast nichts zu tun.
Und selbst bei der Gründerförderung sieht es nicht besser aus. Selbst wenn sie Erfahrungen als Unternehmer gesammelt haben, bevor sie ins Angestellten-Verhältnis geflüchtet sind, am Ende haben sie sich für den sicheren Job entschieden.
Was fehlt ist eine Form der Selbstständigkeits-Ausbildung von Selbstständigen, die min. 80% ihrer Einnahmen mit einem eigenen Geschäft erwirtschaften. Ich denke nicht, dass Angestellte das Entwickeln können oder dass man Noten dafür bekommen sollte. Den Unternehmern muss klar werden, dass sie bessere Geschäfte machen können, wenn sie sich Partner aufbauen. Als kleine Firma kann man im Verbund mit Partnern, die Multis aus angestellten locker in die Tasche stecken, aber man muss halt erst mal Zeit und Wissen darein investieren.
Liebe Unternehmer, denkt mal darüber nach eure besten Mitarbeiter dazu zu ermutigen ihre eigene Firma zu gründen. Als Selbstständigem stehen Ihm keine internen Kriege mehr im Weg und er kann sich schneller weiterentwickeln. Gemeinsam mit den neuen Partnerfirmen kann man dann noch viel bessere Angebote für seine Kunden entwickeln.
20. Jun
Gestern Abend habe ich mir nach 2 Jahren aus Langeweile mal wieder das neuste Alex Jones Verschwörungstheorie-Video angesehen.
Ich muss zugeben, dass ich vor ca. 4 Jahren voll auf so Videos abgefahren bin. Durch solche Videos bin ich zum ersten mal mit Edward Bernays und der bewussten und zielgerichteten Manipulation der Massen in Kontakt gekommen. Aber im Gegensatz zu dem meisten Verschwörungstheoretikern, habe ich dann auch die original Quelle gelesen. Bernays hat viele Zusammenhänge der menschlichen Kommunikation dargestellt und beschrieben wie man Vertrauen und Erwartungen erzeugt. Die Manipulation der Medien, Politik und öffentlichen Meinung findet noch heute nach dem selben Muster statt. Soviel zu der einen Seite, aber durch die Beschäftigung mit dem Thema, ist mir auch aufgefallen, dass viele diese Techniken nutzen. Es gibt in meinen Augen also nicht eine große Verschwörung, sondern sehr viele kleine Verschwörungen. Alleine Mobbing ist eine Verschwörung.
Auch Geld ist so ein Thema, mit dem ich mich auf Grund der Verschwörungstheorien beschäftigt habe. Ich glaube nicht, dass ich meine Rente in einer Währung bekommen werde, die es heute gibt. Und ich glaube auch, dass einige mächtige Bänker wissen was abgeht, aber die meisten sind einfach Ahnungslos und wissen einfach nicht wie Geld funktioniert. Mich wundert auch, dass sich bisher noch keine große Medienanstalt dem Thema seriös angenommen hat, aber eine globale Verschwörung sehe ich trotzdem nicht. Ich glaube nicht dass im Moment irgendjemand die Fäden in der Hand hält. Das Internet macht mich optimistisch. Durch Social Media verbreiten sich Informationen gerade so schnell, dass keine Zensur mehr hinterher kommt. Die Bürger kommunizieren miteinander und bringen die Themen selber auf die Agenda. Dabei ist die Geschichte mit dem 11. September aber garnicht so wichtig. Es ist wie die Frage ob es einen Gott gibt. Selbst wenn die Unschuld von Ossama bewiesen würde, würden die Amerikaner die Kriege nicht beenden und was sollen die anderen Nationen dann machen?
Ich denke oft wird auch das effektive Nutzen von Chancen und Planung mit Weitblick, mit einer voll kontrollierten Aktion verwechselt. Und zur neuen Weltordnung. Ich bin zwar froh, dass ich eine deutsche Staatsbürgerschaft habe, aber ich bin mir sicher dass wir in Zukunft andere gesellschaftliche Organisationsmodelle haben werden, bei denen Nationen nur noch für Sportwettbewerbe relevant sind. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es jemandem gelingt diktatorischer Weltherrscher zu werden. Ich denke es wird auf Echtzeitdemokratie hinaus laufen.
Zum Abschluss noch ein Argument für alle die Angst vor einer Militärherrschaft haben. Es gibt Millionen junge Männern die bei Counterstrike, Guerilla-Taktiken und dezentrale Organisation gelernt haben, da sehen die meisten Soldaten alt aus. Außerdem sind die meisten Soldaten auch Menschen und durch Facebook, Twitter und Videohandys wird der Kontakt zur Front immer enger und ein Krieg gegen das eigene Volk eigentlich unmöglich.
Ich glaube Verschwörungstheorien scheitern an der Praxis.
Hier noch der Vortrag Entschwörungstheorie von der re:publica
Und hier die wahre Geschichte hinter dem 11. September
10. Jun
Eine oft abschreckende, aber auch teils peinliche No-man’s Sprache
Ich erlaube mir ein ausführliches Zitat aus einem genialen Buch: „Die Entdeckung der Faulheit“ von Corinne Maier. Hier soll es jedoch nicht um Faulheit gehen, sondern um den Sprachgebrauch im Bullshit Business. Lest mal selbst:
Phrasendrescherei
„Das ist Phrasendrescherei auf den Punkt gebracht: das Nullniveau der Sprache, an dem die Worte keinerlei Bedeutung mehr haben.
Das Unternehmen hat nämlich einen Traum: Die menschliche Sprache ist demzufolge nicht etwa ein Fenster zur Welt oder ein Spiegel, wie manche bekloppte Intellektuelle glauben, sondern nichts weiter als ein „Werkzeug“… Die Phantasie einer durchschaubaren, rationalen Sprache, auf die man mühelos Zugriff hat, hat eine regelrechte No-man’s-Sprache hervorgebracht. Diese Sprache, die angeblich keine Leidenschaft und keine Vorurteile kennt und von aller Phantasie gereinigt ist, umgibt alle Behauptungen mit einer Aura rein wissenschaftlicher Neutralität. Die Wörter transportieren keine Bedeutung mehr und bringen die Verbindungen zwischen Ereignissen zum Verschwinden, indem sie die zugrunde liegenden Ursachen verbergen. Die No-man’s-Sprache ist absichtlich nebulös und unverständlich und gleicht am Ende einem obskuren Jargon, der von Pseudowissenschaften abgeleitet ist. Gerade diese Merkmale sind geeignet, ein Publikum zu verführen, das sich umso besser informiert fühlt, je mehr seine Ideen sich ineinander verheddern. Offenbar hält das Unternehmen seine Äußerungen für umso überzeugender, je technischer uns abstrakter sie klingen [...]“
Vorgeblich neutral – Niemand steht als Person dahinter
„Das wahre Problem liegt darin, dass die Sprache des Unternehmens das Individuum verleugnet, indem sie den (persönlichen) Stil verschwinden lässt. Kein Memo, keine Anmerkung darf ihren Urheber verraten. Jeder Text wird poliert, damit das Ritual des Firmenjargons, der für jeden Betrieb kennzeichnend ist, respektiert wird. Eine Art kollektive Ausdrucksweise bildet sich heraus. Um welche Materie auch immer es geht, das Thema wird mit der Straßenwalze platt gemacht. Niemand steht als Person dahinter, das Ergebnis reproduziert nur bereits bekannte Parolen und spricht Sie folglich nicht persönlich an – kein Wunder dass Sie dabei Einschlafen! [...]
(Corinne Maier, 2005, Die Entdeckung der Faulheit: 28-34)
10. Jun
Die Bullshit-Sprache gehorcht fünf Grundregeln:
Erstens. Das Unternehmen macht kompliziert, was auch einfach geht. Es benützt „initialisieren“ an Stelle von „beginnen“, ein Verb, das viel zu banal klingt, „finalisieren“ an Stelle des ordinären „beenden“ und „positionieren“ anstatt dem bodenständigen „platzieren“.
Zweitens. Es wählt sein Vokabular so, dass es sich wichtiger macht, als es wirklich ist. Wörter wie „koordinieren“ oder „optimieren“ klingen bedeutungsvoller als „ausführen“. Im Pantheon der Verben aber thront „entschieden“, dicht gefolgt von „führen“ und „an der Spitze stehen“. Es geizt nicht mit Wörtern auf „enz“: Pertinenz, Kompetenz, Effizienz, Kohärenz, Kongruenz, denn alle diese Wörter verleihen scheinbare Bedeutung.
Drittens. Grammatik betrachtet es als altmodischen Kram. Es missbraucht Redewendungen, bläht die Syntax auf, versieht alles mit einem blechernen Arsenal an technischen und administrativen Begriffen und misshandelt die Wörter. Denn das Unternehmen versteht es meisterhaft, das Deutsche, Französische, etc. auf Abwege zu führen: Es liebt die Verkehrung einzelner Begriffe [… und Pseudo-Anglizismen] .
Viertens. Das Unternehmen verkörpert eine unpersönliche Macht. Es versucht weder zu überzeugen noch zu beweisen noch zu verführen, sondern liefert auf gleichbleibende Weise Tatsachen, in die [angeblich] kein Werturteil einfließt. Mit welchem Ziel? Sie zum Gehorsam zu bringen. Seien Sie auf der Hut, denn schon Goebbels, Hitlers rechte Hand, erklärte, dass er nicht rede, um etwas zu sagen, sondern um eine bestimmte Wirkung zu erzielen. Tatsächlich ist das Neusprech des Unternehmens oft auf halbem Weg zwischen der objektiven, angeblich wissenschaftlichen Behauptung und dem unwiderruflichen Einpeitschen des Slogans angesiedelt. Und heraus kommt dabei:
Fünftens: Diese Sprache benutzt nur überdeutlich markierte und bis in die kleinsten Windungen bekannte Wege. Wenn sie auch von sich aus nichts sagen will, so kann man sie dennoch entziffern: Ein Text oder eine Erklärung offenbart seinen Sinn nur durch die Abweichungen von einem unausgesprochenen Kode. Jede Verletzung der Zeremonie enthüllt etwas. Wenn Sie also nichts besseres zu tun haben, dann können Sie Experte für Phrasendrescherei werden…
(Corinne Maier, 2005, Die Entdeckung der Faulheit: 28-34)
30. Mai
Wie geil, diese Woche habe ich Gestatten Elite gelesen und darin hat ein Elite Hochschulleiter verkündet: “Es geht darum den Gorilla zu erkennen!”
Dann mal los:
via KarriereBibel