Warum die BWL Antworten auf die falschen Fragen gibt.
Angestellte Vorbilder
Beim Brainstormen zum Kapitel “Ausbildung zum Prekariat” ist mir ein wichtiger Grund für mangelnde Selbstständigkeit in Deutschland aufgefallen.
Nicht nur, dass man weder in der Schule, der Ausbildung noch im Studium, lernt wie man ein Unternehmen gründet und stattdessen unendlich viele Bewerbungen und Lebensläufe schreibt. Alle Menschen, die von offizieller Seite im Bildungssektor beschäftigt sind, sind Angestellte oder sogar Beamte. Die längste Phase, die ich dort mit selbstständigen Menschen verbracht habe waren max. 2 Tage. Man wird von Menschen auf ein Leben vorbereitet die nur eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt kennen. Die ihre Stellung durch gute Zeugnisse, gehorsam und Bewerbungen schreiben, erreicht haben. Ich will jetzt nicht sagen, dass Angestellte weniger können, aber sie sehen die Welt aus einer anderen Perspektive.
Menschen die Ihren Erfolg durch vorausschauende Beobachtungen des Marktes, Erfolg auf diesem hatten und deshalb andere Beschäftigen, haben mit der Ausbildung fast nichts zu tun.
Und selbst bei der Gründerförderung sieht es nicht besser aus. Selbst wenn sie Erfahrungen als Unternehmer gesammelt haben, bevor sie ins Angestellten-Verhältnis geflüchtet sind, am Ende haben sie sich für den sicheren Job entschieden.
Was fehlt ist eine Form der Selbstständigkeits-Ausbildung von Selbstständigen, die min. 80% ihrer Einnahmen mit einem eigenen Geschäft erwirtschaften. Ich denke nicht, dass Angestellte das Entwickeln können oder dass man Noten dafür bekommen sollte. Den Unternehmern muss klar werden, dass sie bessere Geschäfte machen können, wenn sie sich Partner aufbauen. Als kleine Firma kann man im Verbund mit Partnern, die Multis aus angestellten locker in die Tasche stecken, aber man muss halt erst mal Zeit und Wissen darein investieren.
Liebe Unternehmer, denkt mal darüber nach eure besten Mitarbeiter dazu zu ermutigen ihre eigene Firma zu gründen. Als Selbstständigem stehen Ihm keine internen Kriege mehr im Weg und er kann sich schneller weiterentwickeln. Gemeinsam mit den neuen Partnerfirmen kann man dann noch viel bessere Angebote für seine Kunden entwickeln.
| Artikel drucken | Dieser Beitrag wurde von alex am 3. Juli 2010 um 10:42 veröffentlicht und unter Arbeit, Buch, Hochschule abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Du kannst eine Antwort schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Seite hinterlassen. |

vor 1 Jahr
Hey Alex,
ich hab gerade was reingestellt. Hoffe Du hast nicht tausende Admin-Emailbestätigungen gekriegt, denn ich habe etliche male publizieren und aktualisieren gedrückt…
Toll dass die Serie immer weiter geht, immer weiter so !
LG,
Robin