Wer mal ein wenig über die Menge der gedruckten Exemplare von Das Örtliche und Gelbe Seiten nachdenkt, dem wird schnell schwindelig. Ich habe mal ein wenig gerechnet:

Die Bücher sind 5cm dick und wiegen ca. 2 Kilo.

Es gibt ca. 40 Millionen Haushalte

Würde man die Bücher auf einen Stapel legen, wäre er 2.000.000 m hoch. Das ist 200 mal höher als Flugzeuge fliegen.

Aus einem Baum kann man angeblich 73 Kilo Papier herstellen. Es mussten also ungefähr eine Millionen Bäume gefällt werden. Hintereinander gepflanzt reicht das von er Nordsee zu den Alpen und zurück.

Das ist natürlich nur ein Teil der Kosten. Für Farben, Transport und Maschinen werden Erdöl und viele andere Rohstoffe gebraucht. Und es muss auch viele viele Menschen geben, die die Anzeigen verkaufen.

Es wird ein unglaublicher Aufwand getrieben um Müll herzustellen.

Aber warum?

Warum wird nicht versucht die Bücher nur noch an Menschen auszuliefern, die sie haben wollen?

Werfen wir einen Blick aufs Geschäftsmodell:

Beide Bücher finanzieren sich aus dem Verkauf von Anzeigen. Beim Verkaufsgespräch wird wahrscheinlich die Reichweite des Buchs erwähnt. “Ein Buch in fast jedem Haushalt” und viele Händler glauben an das Versprechen. Auf der anderen Seite, haben sie das vielleicht schon immer gemacht.

Würde der Verlag jetzt sein Konzept auf Opt-In (Aktive Bestellung) umstellen, würde sich die Auflage auf 1/10 reduzieren. Der Verlag müsste dann die Preise neu verhandeln und wäre ohne die Skaleneffekte (große Auflage = kleiner Stückpreis) kaum noch profitabel.

Und jetzt?

Sollte man was dagegen machen?

Was ist mit dem anderen Müll, der in den Briefkasten geliefert wird?

Wieviel Marketing-Müll wird weltweit am Tag produziert?