Warum die BWL Antworten auf die falschen Fragen gibt.
Beiträge getaggt mit Facebook
Click all Ads Day
10. Aug
Grad gibts zuviel zu tun um das Buch zunschreiben, aber dafür ist uns ein kleiner Hack einfallen, mit dem man asozialen Unternehmen die Webwerbung unmöglich machen kann: Den Click all Ads Day. Ich habe ihn erst mal auf den ersten Oktober ausgewählt, da Unternehmen meist Quartalsweise , kann man schön das Werbebudget für das wichtigste Quartal schreddern. Es geht aber nicht nur um den einen Twg, sondern um tausende Euro, die man unliebsamen Unternehmen entziehen kann. Außerdem wird die Werbung nicht mehr angezeigt, sobald das Budget erst mal aufgebraucht ist. Alles mit nur einem Klick, auch während der Arbeit. Unternehmen schädigen ohne Steine werfen, das Interrnet ist schon toll.
So funktionierts:
klickt auf jede Werbung und jedes Banner, das ihr findet und schließt die Seite sofort wieder.
Ziel ist es mit der Aktion darauf aufmerksam zu machen, das jeder Klick auf ein Banner 0,05-20€ kostet. Wenn ihr also eine Firma nicht leiden könnt oder euch Werbung stört, dann klickt auf die Banner und vernichtet so sinnlos die Budgets der Verursacher.
Nein dies ist keine Kampagne von Facebook oder Google, langfristig werden die Firmen, die zuviele Feinde haben, die Onlinewerbung einstellen, weil die Kosten pro Kunden explodieren werden.
Viel Spaß
Los gehts: Turnoff job
20. Mrz
Mit der Frage, “was mache ich hier eigentlich für ne Scheiße?” fing es an. Ich arbeitete den zweiten Tag für eine Firma in der Social-Media-Abteilung und sollte Gruppen auf Facebook zuspammen. Anfangs habe ich rumdiskutiert, dass wir damit Vertrauen zerstören und das es nicht funktionieren wird, weil wir Spammer sind. Außerdem ist die Anzahl der Kontakte bei diesem Vorgehen sehr gering. Aber egal, Aktionismus war die Ansage. Es war mein zweiter Tag, da wollte ich der Methode mal eine Chance geben.
Nachdem ich also eine Excel-Tabelle durcharbeitete und so vor mich hin spamte, gab mir Facebook ein Zeichen:
Facebook setzt zum Schutz der Nutzer vor der Belästigung von Bots und Skripten diese verzehrten Bilder ein. Menschen können den Text lesen, Roboter nicht.
Ich war also ein menschlicher Spambot, facebook hatte das erkannt und gab mir Aufgaben um festzustellen ob ich ein Mensch bin. Durch die Botschaft: “schalte den Job aus” oder “abtörnender Beruf” bin ich mir über den Grund dieser Abfrage klar geworden. Und mich bohrte auch die Frage: “War das Zufall?” oder werden systematisch Botschaften erzeugt, die Menschen dazu bringen sollen, mit dem Scheiß aufzuhören. Und wenn es Zufall war, warum setzte man dann nicht solche Botschaften ein um gegen menschliche Spambots vorzugehen?
Warum gibt es in letzter Zeit eigentlich soviel menschliches Spam? Nicht nur im Internet wird immer mehr gespamt. Am schlimmsten ist es an Bahnhöfen. “Möchten sie eine kostenlos Zeitung?”, “Mögen sie Tiere?”, “Wollen sie einen BMW gewinnen?”, “Mit nur 5 Euro können sie ein Leben verändern!”
Sie hassen ihren Job und ich hasse ihren Job. Die Erfolgsquoten sind schlecht, aber anscheinend immer noch ausreichend. Es ist ökonomisches Kalkül, das für solche Maßnahmen sorgt, aber nur weil man die indirekten Kosten vernachlässigt. Wie wirken diese PopUps auf andere Menschen? Ich fühle mich belästigt und vielen meiner Freunde geht es ähnlich. Ich habe nichts gegen die Menschen, die diese Jobs machen. Das sie keine Ahnung von dem haben, was sie verkaufen sollen, kann man ihnen nicht verübeln. Aber das ist der direkteste Kontakt, den viele Unternehmen mit der Umwelt pflegen.
Bei dieser Rechnung werden einfach die Kosten für die Aktion gegen die zusätzlichen Verkäufe gestellt. Es werden nur die Menschen berücksichtigt, die später Kunden werden aber mehr als 99% der Kontakte gehen vorbei. Aber sie sehen frustrierte Studenten in Corporate Outfits.
Um trotzdem ein gutes Gefühl zu haben, macht man Marktforschung. Und wie funktioniert die? Man lässt frustrierte Studenten willkürlich Leute anrufen. Auch wenn die meisten sofort auflegen, werden die Ergebnisse als Wahrheiten betrachtet. Ich höre hier mal auf, bevor ich stundenlang auf die Fragestellungen eingehe und komme zurück zum Buch.
Viele dieser unsozialen Methoden lassen sich auf Modelle und Denkweisen zurückführen, die ich im Media & Design Management Studium lernen sollte. Statt den Studenten zu helfen mit vielen Menschen zu interagieren um zusammen Lösungen zu entwickeln, lernen sie, wie man sich hinter Excel-Tabellen und Modellen versteckt.
Das ist echtes Bullshit Business.
Als ich am Abend des “Turnoff job” Tages nach hause kam, entstand die Idee ein Buch zu schreiben.
